Was treibt die driversity-Teilnehmer momentan an? Ganz einfach, sie möchten die Ideen, die sie seit Monaten entwickeln, nach draußen tragen – und irgendwann ein fertiges Produkt vorzeigen können. Für zwei Teams ging es jetzt einen großen Schritt weiter in diese Richtung. Zwei Unternehmen, die Interesse an einer Pilotierung zeigen, luden ein zu Implementierungsworkshops. Neben Mitarbeitern aus den jeweiligen Unternehmen ebenfalls dabei: driver aus unterschiedlichen Branchen, die die Unternehmen mit ihrem Wissen und ihren Ressourcen unterstützten. Hundert Prozent driversity-Spirit eben.

Zunächst ging es für das Team MobilityIncentivision zu BBDO nach Düsseldorf. Hier stellte das Team seine Idee vor, Benefits für nachhaltige Mitarbeitermobilität anzubieten, um den aktiven Klimaschutz zu fördern, aber auch die Arbeitgeberattraktivität für Unternehmen zu steigern. BBDO ist eine weltweit agierende Werbe- und Marketingagentur mit Hauptsitz in New York und Niederlassungen in 81 Ländern. Zur BBDO Group in Deutschland gehören insgesamt elf Unternehmen an unterschiedlichen Standorten. Die Mitarbeiter reisen viel, darum würde BBDO gerne die Idee des driversity-Teams MobilityIncentivision aufgreifen und nachhaltiges Reisen belohnen. Während des Workshops beschäftigten sich die Arbeitsgruppen insbesondere mit folgenden Fragen: „Wie kann ein Prototyp aussehen? und „Wie kann eine Incentivierung aussehen?
Ergebnis des Workshops war, dass BBDO als Prototyp eine CO2-Challenge mit vielreisenden Mitarbeitern starten wird. „Diese Aktion soll der Auftakt für unsere Initiative für nachhaltiges Reisen sein“, so Stephanie Pahmeyer, Senior Manager Business Applications & Strategies bei BBDO „Wir möchten bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Anreize schaffen, damit sie möglichst häufig die Bahn und eben nicht das Flugzeug nutzen. Die Challenge wird zunächst drei Monate laufen. Nach einem Punktesystem, das noch entwickelt wird, sollen die Reisen bewertet werden. Am Ende wird die Person gekürt, die am nachhaltigsten gereist ist. Stephanie Pahmeyer erklärte: „All die Erfahrungen und Erkenntnisse, die wir hieraus gewinnen, helfen uns, ein Management-System für nachhaltiges Reisen aufzubauen.
Im besten Fall soll die CO2-Challenge die Mitarbeiter überzeugen, dass nachhaltiges Reisen zwar manchmal etwas länger dauert, aber dafür weniger Stress und deutlich weniger CO2 verursacht. „Wir hoffen, dass wir so das Ziel erreichen, in unserer Unternehmensgruppe die CO2-Bilanz weiter und dauerhaft zu reduzieren. Und wenn wir darüber hinaus unsere Kolleginnen und Kollegen dafür sensibilisieren könnten, dass sie auch privat nachhaltig reisen, wären wir besonders happy.

Der zweite Implementierungsworkshop fand bei einem großen deutschen Pharmakonzern statt, der gerne das Projekt „Mobilitätsbuffet pilotieren würde. Dabei sollen die Mitarbeiter statt eines Dienstwagens die Möglichkeit bekommen, sich an einem „Buffet zu bedienen, das verschiedene alternative Fortbewegungsmittel anbietet.

Das Feedback auf die Idee war positiv und auch die Ergebnisse einer durchgeführten Mitarbeiter-Umfrage zeigten, dass Interesse für so ein Angebot groß ist – sofern das „Buffet eine hohe Flexibilität bieten und unkompliziert zu nutzen sein wird. Als nächster Schritt soll ein MVP entwickelt werden, das in kleinen Schritten auf die am häufigsten genannten Bedrüfnisse eingeht.

Rainer Grim, Produktentwicklung Kraftfahrt und Grundsatzfragen Recht bei der R+V Allgemeine Versicherung AG, gehört zum driversity-Team, das das „Mobilitätsbuffet entwickelte. Er freute sich darüber, dass sich durch die Vorstellung im Pharmakonzern das Netzwerk noch einmal erweitert hat: „Wir bekommen jede Menge Rückmeldungen zu unserer Idee und gewinnen weiter an interdisziplinärer Kompetenz. Jeder bringt Expertise aus verschiedenen Bereichen ein, um weiter am großen Ganzen zu arbeiten.

Einige neugewonnene Erkenntnisse kämen auch seiner eigenen Arbeit zunutze: „Wir haben beispielsweise zum Thema Elektromobilität eine Kundenumfrage im Projekt gemacht“, erzählte Grim. „Quintessenz war, dass viele potentielle E-Fahrzeugnutzer Angst haben, mit ihrem Fahrzeug liegen zu bleiben. Diesen Punkt haben wir bei der R+V aufgegriffen und schleppen unsere Kunden nun im Rahmen des Schutzbriefs bei leerem Akku zur nächsten Stromtankstelle ab.

Grim würde sich wünschen, noch mehr Stakeholder für das „Mobilitätsbuffet begeistern zu können. Für Arbeitgeber bringe das zwei Vorteile: Sie werden attraktiver für die Mitarbeiter und würden sogar noch Kosten sparen. „Und nicht zuletzt, so Rainer Grim, „gewinnt die Umwelt, wenn die ökologische Situation durch den Mobilitätswandel verbessert werden kann.

Es tut sich also eine Menge bei driversity: Der Ansatz, aktiv und gemeinsam mit Anbietern und Nutzern – also Unternehmen und Mitarbeitern – an nachhaltigen Möbilitätslösungen für die Zukunft zu arbeiten, trägt langsam Früchte. Auch andere Unternehmen sind daran interessiert, weitere Projekte zu pilotieren. Das Schöne an dieser kreativen Netzwerkinitiative ist, dass sich immer neue Verbindungen und Ideen ergeben. Es bleibt also spannend!